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Bahnübergang Klais

Seit heute Vormittag 3. Mai ist der Bahnübergang in Klais wieder geöffnet.

Wenn man etwas nicht hat, stellt man erst fest wie wichtig es sein kann. So ging es uns Klaisern und Isartalern als der Bahnübergang für einige Tage geschlossen war. Der Weg nach Krün, Wallgau und Garmisch-Partenkirchen war gefühlt doppelt so lang. Mit Lärm und hellem Scheinwerferlicht wurden wir in den Schlaf gewiegt um am nächsten Tag festzustellen, dass die Arbeiten immer noch in vollem Gange sind. Zumindest wurden wir im Vorfeld gut darüber informiert.  Der späte Wintereinbruch und Kälte haben die Sanierungsarbeiten nicht leichter gemacht.
Für Hotel- und Gastgewerbe wie Schloss Elmau, Kranzbach und das Rusticana kam über das lange Wochenende zum 1. Mai wenig Freude auf. Hotel-, Nächtigungsgäste und Angestellte mussten den umständlichen Umweg über Mittenwald nehmen und Tagesgäste aus Richtung Garmisch blieben fast gänzlich aus. Und das trotz super schönem Wochenende nach dem tristen Schneewetter.. Umso erfreuter waren wir heute morgen, als die Barrieren und Schilder entfernt wurden und der Bahnübergang wieder seiner Bestimmung übergeben wurde.
Natürlich sind wir zur Probe gleich mal drüber gefahren – einwandfrei! Feinster Asphalt, nagelneue Schwellen – es gibt nichts zu meckern.

 

Im Vorfeld wurde darüber spekuliert, ob nun die schon öfter angekündigte Halbschranke in Klais installiert wird. Aber alles bleibt beim Alten. Vollschranke. Gott-sei-Dank. Denn bei höherem Verkehrsaufkommen ist an dieser Schranke so einiges los. Fußgänger, Wanderer, Radfahrer und der ganze motorisierte Verkehr einschließlich Buslinien Verkehr muss über dieses Nadelöhr. Der Rückstau bei geschlossener Schranke zeigt ziemlich schnell wie gefährlich es wäre, hier eine Halbschranke zu haben. Bei längeren Wartezeiten (Zugkreuzung in Klais) würde dieses Schlupfloch  schnell  unerlaubtes Passieren des Bahnübergangs provozieren. Obwohl wir die Zugpläne in und auswendig kennen, stehen wir fast jedes Mal an der geschlossenen Schranke. Und immer hat man das Gefühl, dass es genau jetzt besonders lange dauert, bis man seine Fahrt fortsetzen kann. Aber die Zuglinie ist für uns eine Lebensader und wir sind froh, dass wir sie haben.

Die Klaiser mittleren Alters werden sich noch an den Bahnübergang mit Handbetrieb erinnern. Ganz früher mit Schrankenwärter Häuschen direkt am Übergang. Später dann vom Bahnhof aus bedient.